Jimmy Blythe – ein Wanderer zwischen Ragtime und Barrelhouse Piano

Jimmy Blythe wurde am 20. Mai 1901 in Louisville, Kentucky geboren und starb am 21. Juni 1931 in Chicago. Beide Daten sind jedoch umstritten.

Geboren und aufgewachsen in Kentucky, zog Blythe um 1916 nach Chicago, wo er beim Pianisten Clarence M. Jones das Klavierspielen lernte. Er war ein Allround-Pianist, der oft populäre Stücke, wie etwa den Ragtime-Titel „Chicago Stomps“ (1924), mit Boogie-Rhythmen spielte.

Blythe nahm in den frühen 1920ern etliche Notenrollen auf, bevor er bei Paramount Records als Studiopianist arbeitete und mit Spasm-Bands (eine Art Jug-Band) wie den Midnight Rounders und the State Street Ramblers auftrat. Er bildete mit Johnny Dodds ein Duo und hatte seine eigene Band, Blythe’s Sinful Five. Er begleitete auch verschiedene Bluessängerinnen, wie Ma Rainey.

1925 veröffentlichte Blythe „Jimmy’s Blues“, auf dem der Boogie-Klassiker „Pine Top’s Boogie Woogie“ (1928) von Clarence ‚Pine Top‘ Smith basierte. Er war auch an Plattenaufnahmen von Jimmy Bertrand, June Cobb, den Memphis Night Hawks (1932) und Bumble Bee Slim (1934–36) beteiligt.

Zu den Musikern, die Blythe als Vorbild nennen, gehört u. a. auch Albert Ammons, der die Blythe-Komposition „Mecca Flat Blues“ in seiner unnachahmlichen Art später aufgenommen und damit unsterblich gemacht hat.

Jimmy Blythe starb 1931 im Alter von 30 Jahren an den Folgen einer Meningitis.

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