Hamburg Boogie Connection

Am 8.8.88 trafen sich Pianisten aus aller Herren Länder in Hamburg, um eine Boogie Woogie–Piano-Session abzuhalten. Damals luden Axel Zwingenberger, Vince Weber und Poldi Eidenhammer zum ersten Mal ein, in der „Fabrik“ in der Barnerstraße in die Tasten zu hauen. „Vince und ich hatten uns das ausgedacht, weil das Klavier 88 Tasten hat und die Achtelnoten so typisch sind für den Boogie Woogie“, erzählt Zwingenberger. „Unser guter Geist Poldi Eidenhammer war früher Wirt der Pianisten-Stammkneipe „Sperl“ und organisiert jetzt die Treffen.

Seit 1996 (8 Jahre danach) wird The Hamburg Boogie Woogie Connection wegen der großen Nachfrage jedes Jahr veranstaltet. Natürlich findet sie immer wieder am 8.8. statt. Außer im Jahr 2003, da wurde das Dach der „Fabrik“ repariert. Jedes Jahr aufs Neue lädt Axel Zwingenberger Freunde und Kollegen zur Session ein. Dazu zählen internationale Größen ebenso wie junge Nachwuchstalente. Die Szene groovt in Hamburg!

Die Session ist jedes Jahr ein wenig anders. Das kommt daher, dass zum Einen jedes Jahr immer neue Konstellationen anzutreffen sind und zum Anderen, dass sich nicht abgesprochen wird. Da spielt keiner nach Noten – alles Improvisation!

„Dafür lohnt es sich, jedes Jahr wieder zu kommen!“ so ein junger Fan, der sich nicht enthalten kann, mitzutanzen, wenn Axel auf der Bühne spielt und mitzusingen, wenn Vince singt. Der junge Mann sagt, er kann gar nicht verstehen, wie einige Zuhörer dabei so ruhig bleiben können. „Es ist unglaublich, all diese Musik, man spürt richtig, wie die Stimmung auf das Publikum überspringt und die Funken sprühen lässt. Man möchte sofort loslaufen und ein Instrument lernen,“ schwärmt ein Fan in der letzten Reihe, dabei strahlt sie über das ganze Gesicht, wenn Axel oder Vince die Bühne betreten.

The Hamburg Boogie Woogie Connection ist das erste Festival dieser Art und als solches bis heute ein Magnet für Boogie Woogie-Künstler aus der ganzen Welt. Und es wurde zum Modell vieler Boogie-Festivals. Es sind dort Größen aufgetreten wie Ray Bryant, Champion Jack Dupree, Bob Seeley, Chris Jagger, Lila Ammons, Papadon Washington, Gottfried Böttger, Jo Bohnsack und viele andere. Aber auch zu ihrer Zeit noch unbekanntere Nachwuchstalente wie Niels von der Leyen aus Hannover und Lasse Jensen aus Dänemark wurden eingeladen und heizten der Hütte richtig ein. Mittlerweile findet man viele von ihnen regelmässig auf diversen angesagten Boogie-Treffen und natürlich auch bei The Hamburg Boogie Woogie Connection.

Das Festival „The Hamburg Boogie Woogie Connection“ hat mit dazu beigetragen, aus Hamburg das europäische Mekka des Boogie Woogie zu machen, mit Axel Zwingenberger und Vince Weber, der leider 2020 verstorben ist, als Gründervätern.

Alle Infos: https://www.hamburgboogiewoogie.net

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